Mai 01

Wer meinen Blog seit einiger Zeit liest wird sich sicher noch an den Artikel Windows Home Server im Eigenbau erinnern.

Auf der damals installierten Hardware habe ich auch ein Update auf Windows Home Server 2011 durchgeführt und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.
Im Laufe der Zeit habe ich beobachtet, dass doch mehr interessante Home Server-Hardware auf den Markt gekommen ist und habe mich entschiedenen den Mini-Tower durch einen formschönen Server von HP auszutauschen.

Die Wahl fiel auf den HP MicroServer G7 N40L. Neben der kompakten Bauform und der Stromspar-CPU von AMD fiel mitinsbesondere die RemoteManagement-Karte ins Auge.

Diese beiden Komponenten inklusive der Arbeitsspeichererweiterung habe ich bestellt und prompt geliefert bekommen.

Unpacking HP ProLiant MicroServer G7 N40L

Der quadratische Karton enthält den kompakt gebauten Server. Dazu wurde die remote Management Karte in einem weiteren kleinen Karton geliefert.

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Das kleine Gehäuse verfügt über zahlreiche Front- und Back-USB-Anschlüsse, einen eSata-Anschluss sowie VGA und Gigabit-LAN-Anschluss.

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Zum Öffnen des Gehäuses werden zwei Schlüssel benötigt, worauf sich eine wirklich vorbildliche Platzoptimierung zeigt. Allerdings: Alle Schrauben im Inneren sind mit Torks-Einkerbungen versehen, d.h. mit dem häuslichen Schraubenzieher hat man keine Chance. Nach verzweifelten Versuchen entdeckte ich irgendwann den Imbusschlüssel in der Seitentür. Dann noch flix den Arbeitsspeicher sowie die Remote Management Karte eingebaut und los kann es gehen … oder?

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Inbetriebnahme

Der Annahme jetzt einfach einen USB-Stick mit dem Home Server 2011-Image einstecken zu können machte HP allerdings einen Strich durch die Rechnung. Dem Gerät lag noch ein Zettel bei, der darauf hinwies unbedingt zuerst ein BIOS Update zu installieren.
Das gestaltete sich jedoch gar nicht so leicht, da die betreffende URL nicht existierte.

Nach einer Recherche auf der HP Homepage fand sich dann aber doch die Produktseite des MicroServers an. Nach der Erstellung eines DOS USB Sticks lief das Update Problemlos von statten. Die Installation des Windows Home Servers dauerte etwa eine halbe Stunde inklusive Konfiguration. Dies war, denke ich, jedoch nur durch die schnelle Festplatte möglich, die ich in den Server eingebaut habe. Die Wahl fiel auf eine Seagate Barracuda 7200.10 ST2000DM001, SATA-III, 64MB Cache mit 2TB Kapazität.

Das Remote Management

Die remote Management Oberfläche präsentiert sich sehr überflüssig, erlaubt das Anlegen mehrerer Benutzer und die Überwachung sowie Steuerung des Servers. An Überwachungsfunktionen steht der Zugriff auf die Rotationsgeschwindigkeit des Gehäuselüfters, den Temperaturfühlern sowie die Möglichkeit bei bestimmten Ereignissen Alert-Emails zu verschicken.

Wirklich interessant sind aber die Funktionen zum Ein/Ausschalten des Servers aus der Ferne sowie zur Fernsteuerung. Diese erfordert allerdings Java auf dem Client und funktioniert nur, wenn man sich im selben Netz, wie der Server befindet – ein Durchleiten der Ports über einen Router funktioniert nicht.

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Ab und zu (ca. 2 Mal im Monat) hängt sich die Karte leider auf und loggt einen aus, nachdem man einen Menüpunkt betätigt, dies lässt sich nur durch einen Neustart des Servers beheben. Ich finde aber bei dem geringen Preis des Severs lässt sich mit dem Manko durchaus leben.

Energieverbrauch

Diese Angaben dürfen natürlich nicht fehlen.
Es zeigen sich folgende Verbrauchswerte:

Ruhemodus: 2,5W (inkl. Remote Management Karte)
Leerlauf: 28W
Volllast: 48W (Schreiben auf Datenträger + 100% CPU Auslastung)

Der Verbrauch ist geringfügig höher, als bei meinem alten Server, was angesichts der schnelleren Festplatte und der Remote Management Karte aber auch durchaus legitim ist. Insgesamt dürfte das Performance pro Watt Ergebnis sich verbessert haben.

Links

HP ProLiant MicroServer G7 N40L bei Amazon
HP ProLiant MicroServer Treiber und BIOS bei HP
Windows Home Server 2011 bei Amazon

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Dez 29

Neben einer neuen SQL Server Version erwartet uns in Kürze auch eine neue Version des Self-Service-BI-Tools PowerPivot! PowerPivot ist ein kostenloses Addon für Microsoft Excel 2010, welches den Umgang mit besonders großen Datenmengen erlaubt.

Die derzeit aktuelle Version PowerPivot 10.5 (basierend auf SQL Server 2008 R2) wird zusammen mit diesem Feature als einfaches Tool beworben Daten zu analysieren, die den Rahmen von Excel (sprich 1048576 Zeilen) sprengen. Durch die Komprimierung der VertiPaq-Engine geschieht dies sogar sehr flott und mit geringem Arbeitsspeicheraufwand.

Der Version 10.5 sind jedoch auch einige Grenzen gesetzt. Viele Anwender vermissen eine grafische Darstellung der importierten Datenstrukturen, sodass ein gewisses Verständnis für Datenbanken erforderlich ist, um mit PowerPivot umgehen zu können. Experten hingegen vermissen Features aus der multidimensionalen Welt, insbesondere den DrillThrough. In Version 2012 kommt Microsoft beiden Anwendergruppen einige Schritte entgegen.

Diagrammsicht in PowerPivot 2012

Für eine etwas intuitivere Bedienung sorgt in Version 2012 die Diagrammsicht, welche übrigens auch im neuen BI-Studio (basierend auf Visual Studio 2010) eingeführt wurde. Alle Referenzen werden nun in einem Datenbankdiagramm dargestellt, die Entitäten sind manuell beliebig anzuordnen und auch die aus Analysis Services bekannten Perspektiven erlauben es Ordnung in größere Modelle zu bringen.

Datenbankdiagramm

Etwas betrüblich an dieser Stelle ist, dass das Erstellen von Beziehungen zwischen zwei Tabellen noch über den selben Dialog wie in PowerPivot 10.5 läuft. Ein Erstellen von Beziehungen mit der Maus, wie es bei Microsoft Access möglich ist, würde das Paket abrunden. Auf diese Funktion dürfen wir wohl vielleicht in der Folgeversion hoffen.

Hierarchien und KPIs

Aus der Welt von Analysis Services finden noch weitere Features Einzug in PowerPivot. Das Definieren von Hierarchien gestaltet sich in der Diagrammsicht sehr einfach. In der oberen rechten Ecke findet sich an jeder Entität ein Symbol zum Erstellen einer neuen Hierarchie. Es wird eine leere Hierarchie hinzugefügt, in die per Drag and Drop dann Spalten hineingezogen werden können. Die erste Spalte stellt dabei die oberste Hierarchieebene dar usw..

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Das Erstellen eines KPIs ist im Release Candidate noch etwas kniffliger. Der Button “KPI erstellen” suggeriert, dass es möglich wäre in der Diagrammsicht einen KPI zu definieren. Es ist jedoch notwendig in die Datensicht zu wechseln und dort in der unteren Hälfte der Anzeige ein neues Measure zu definieren. Nur auf neu definierte Measures kann dann ein KPI erstellt werden.

Im folgenden Beispiel ist der Durschnitt aller Internetverkäufe aus der beliebten AdventureWorks-Datenbank als Measure per Data Analysis Expressions (DAX) definiert. Das Dreifarbige Symbol neben dem Wert zeigt an, dass auf diesem Measure bereits ein KPI definiert wurde. Etwas irritierend an dieser Stelle ist auch, dass im Fall der AVERAGE-Funktion im PowerPivot-Fenster bei Währungswerten ein um den Faktor 10.000 zu großer Wert angezeigt wird. In der Excel-Pivot-Tabelle stimmt es aber dann wieder (rechtes Bild).

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Drillthrough

Ein kleines, aber feines, neues Feature ist der im nun verfügbare Drillthrough. Versuchte man in der bisherigen PowerPivot-Version auf einer Pivot-Tabelle die Funktion “Details anzeigen” aufzurufen, erhielt man lediglich die Meldung, dass diese Funktion nicht verfügbar sei.

In PowerPivot 2012 führt Excel auf die hinterlegten Daten eine Abfrage aus und schreibt das Ergebnis in ein neues Tabellenblatt, welches dann vom Benutzer durchsucht werden kann. Standardmäßig werden 1000 Zeilen abgefragt, reicht dieses nicht, kann der Benutzer in der Registerkarte Daten auf Verbindungen gehen und dort in den Eigenschaften der PowerPivot-Verbindung die Anzahl Zeilen erhöhen. Dies muss jedoch geschehen, bevor Details anzeigen geklickt wird.

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Fazit

Microsoft hat in der neuen Version einige wichtige Verbesserungen eingebaut, jedoch sind einige Funktionen teilweise noch zu umständlich zu Bedienen, sodass der Anwenderkreis kleiner ist, als er sein müsste.
Verschiedene Bugs stören in der RC0 noch, so konnte ich für diesen Bericht keinen Performancevergleich zwischen PowerPivot 10.5 und 2012 durchführen, da beim Import meiner Testdatenbank in der Version 2012 ein Fehler aufgetreten ist. Diesen werde ich nachreichen, sobald die finale Version erschienen ist.

Weiterführende Literatur

Getting started with DAX – Eintrag in der MSDN
Microsoft PowerPivot(TM) for Excel 2010: Give Your Data Meaning
PowerPivot for the Data Analyst: Microsoft Excel 2010

Dieser Artikel wurde auch im Business Intelligence Blog der PTS Group AG veröffentlicht

Sep 07

Kommende Woche findet ein Treffen des PASS Deutschland e.V. in Bremen statt.
Dort werde ich einen Abriss über die neuen Funktionen in SQL Server Denali geben und die CTP3 auch vorführen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Stattfinden wird das Treffen am 14.09. von 18 bis ca. 21 Uhr in der Linzer Straße 4 in Bremen bei der PTS Group AG.
Die Räumlichkeiten befinden in der Nähe der Universität.

Ich freue mich auf euer Erscheinen.

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Apr 26

Ende letzten Jahres haben Microsoft und Attunity vereinbart die Change Data Capture (CDC) Technologie von Attunity in den neuen SQL Server einfließen zu lassen (Pressemeldung von Attunity).  Microsoft wird somit die seit SQL Server 2008 vorhandene CDC Technologie um eine neue Ergänzen oder Ablösen, Grund genug dieses genauer unter die Lupe zu nehmen.

Arbeitsweise des CDC auf LogFile Basis

Eine CDC Technologie ermöglicht es in nahezu Echtzeit Veränderungen an einer Datenbank festzustellen, um dann diese veränderten Daten in eine andere Datenbank zu kopieren. Ein klassischer Anwendungsfall für die Verwendung von CDC ist der Aufbau von Data Warehouses, da so statt sehr langläufiger ETL-Prozesse, in kurzen Abständen kleine Datenmengen geladen werden können. So kann das Data Warehouse deutlich aktueller gehalten werden und die Last auf die Vorsysteme verteilt sich gleichmäßig. Ebenso kann CDC zur Auditierung genutzt werden, um Datensatzänderungen zu dokumentieren.

Oftmals wird CDC jedoch durch das Verwenden von Triggern implementiert, was eine permanent erhöhte Last und verringerte Performance in den Vorsystemen zur Folge hat. Die in SQL Server 2008 bereits integrierte, sowie die von Microsoft lizensierte Attunity-CDC Technologie basieren auf der Analyse von Datenbankprotokolldateien. Dies hat den Vorteil, dass dies außerhalb der Transaktionsklammer im Datenbankmanagementsystem erfolgt, weshalb Schreibvorgänge wie üblich abgeschlossen werden können. Erst das geschriebene Datenbankprotokoll wird zur Auswertung herangezogen, während dieses Prozesses können in der Datenbank wieder weitere Änderungen erfolgen.

Abgrenzung zum bisher im SQL Server integrierten CDC

Technisch gesehen sind bis zu diesem Punkt die bereits vorhandene Technologie sowie die von Attunity entwickelte identisch. Die Attunity-Lösung bietet im wesentlichen folgende Vorteile

  • Sie wird als Windows Dienst außerhalb des SQL-Servers ausgeführt und ist abwärtskompatibel bis SQL-Server 2000
  • Beliebige Editionen von SQL-Server werden unterstützt
  • Auf dem Server, dessen Daten überwacht werden sollen, muss nichts installiert werden
  • Es werden sogar weitere Systeme als Datenquelle, oder Ziel, unterstützt wie Oracle, oder DB2
  • Integration in SSIS mit dem Business Intelligence Development Studio

Die Architektur ermöglicht es somit direkt eine Vielzahl von Systemen anzubinden und könnte einem so manche Entwicklung von ETL Paketen ersparen. Ebenso ist der letzte Punkt interessant für jeden BI Entwickler im Microsoft Umfeld.

Das CDC von Attunity

Durch einen Download der Demoversion von CDC für SSIS kann sich bereits jetzt ein Einblick verschafft werden, wie die Technologie in Denali aussehen könnte.

Nach der Installation lässt sich über Visual Studio 2008 in einem Integration Services Projekt die Definition eines CDC Dienstes erstellen. Dies geschieht über einen neuen Kontextmenüeintrag “Attunity SQL-Server CDC” im Integration Services Projekt. Der Eintrag “Configure CDC Service” startet einen Assistenten, der den Entwickler durch die Einzelnen Schritte führt.
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Im ersten Schritt wird die Datenquelle definiert, die überwacht werden soll. Schritt zwei ist das Angeben von Parametern, wie einem Port, des zu erstellenden CDC Dienstes. Der CDC-Prozess wird als Windows Dienst auf den späteren ETL Server erstellt werden, für die Entwicklung erstellt der Assistent auch eine Instanz dieses Dienstes auf dem Entwicklungsrechner bereit.
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Als nächstes werden die zu überwachenden Tabellen ausgewählt, in denen der CDC Dienst Änderungen auswertet. Der Assistent generiert nun ein SQL-Skript, das auf dem Datenbankserver ausgeführt werden muss, um CDC lauffähig zu bekommen.
Zum Schluss wird überprüft, ob alle Operationen geklappt haben und der Dienst lauffähig ist.

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Nun ist der Dienst eingerichtet. Als nächstes können mit einem weiteren Wizard über den Eintrag “Generate CDC Packages” SSIS Pakete generiert werden. Der Wizard fragt zuerst nach einem Connection String für die Zieldatenbank und fordert den Benutzer dann auf ein Mapping auf Zieltabellen zu erstellen bzw. diese ggf. sogar noch zu erstellen. Der Mapping Dialog zeigt dabei übersichtlich die Eigenschaften der Datenfelder, wie Typ, Länge, oder NULL-Fähigkeit an. Werden besonders viele Tabellen durch CDC verwaltet ist es sinnvoll im nächsten Schritt Tabellengruppen festzulegen. Zum Schluss besteht noch die Auswahlmöglichkeit ein Paket zum Vollständigen und eines zum Inkrementellen Laden zu erstellen.
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Ein Blick auf die Pakete zeigt von Attunity eigens entwickelte ControlFlow-Elemente, welche zur Synchronisierung mit dem CDC Dienst dienen. Interessanter ist der Einblick in die Datenfluss Elemente. Das initiale Laden wird hier schlicht mit einer OLE DB Quelle sowie mit einem OLE DB Ziel vorgenommen, wobei zuvor die Daten im Ziel mittels eines T-SQL-Statements abgelöscht wurden. Der inkrementelle Ladevorgang enthält Attunity-eigne Datenflusselemente, welche über den CDC-Dienst Änderungen aus den Protokolldaten auslesen und dann in der Zieltabelle entsprechend verarbeiten.

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Fazit

Das Produkt ist vielversprechend und deckt Szenarien ab, zu denen der SQL Server aktuell nicht in der Lage ist. Jedoch stellt sich die Frage, wie Microsoft die Lizensierung handhaben wird. Bisher ist Change Data Capture nur in der Enterprise- und Datacenter-Edition verfügbar und bietet nicht die Möglichkeit SQL Server niedrigerer Editionen einzubeziehen. Es ist daher durchaus denkbar, dass der CDC Host mindestens über eine SQL Server Denali Enterprise Edition verfügen muss, damit dieses Feature für andere Datenbanksysteme genutzt werden kann.

Dieser Artikel wurde auch im Business Intelligence Blog der PTSGroup AG veröffentlicht

Apr 24

PHP unter Windows war schon immer eine Odysse. Inzwischen ist es zwar sehr einfach möglich PHP direkt zu installieren, ja sogar die FastCGI Konfiguration im IIS klappt automatisch, doch sobald man auf die Idee kommt sich mit dem SQL Server verbinden zu wollen, wird es spannend.

Seit PHP 5.2.0 ist der Treiber für den SQL-Server standardmäßig nicht mehr bei PHP mitgeliefert, da es seitdem einen Treiber von Microsoft gibt, für den sogar offiziel Support geleistet wird und ja sogar in Open Source. Mittlerweile ist der Treiber in der Version 2.0 erhältlich und liefert eine Vielzahl von DLL-Dateien mit, welche für die verschiedenen PHP-Versionen gedacht sind (Version, Compiler, Threadsicherheit).
Hat man den richtigen Treiber in das ext-Verzeichnis kopiert und in der php.ini eingetragen zeigt sich der Treiber in phpinfo() unter dem unscheinbaren Namen sqlsrv.
Die Suche nach dem richtigen Treiber kann man sich ersparen, indem PHP sowie den Treiber über den Web Platform installer installiert werden.

Doch beim Testen meldet PHP erst mal nichts, dafür muss das Error Reporting in der php.ini aktiviert werden. Dies geschieht indem display_errors = On gesetzt wird.
Dann erscheint die Meldung "Call to undefined function mssql_connect()".
Hier steckt der Teufel im Detail, denn die in der PHP-Dokumentation erwähnten Befehle sind für den alten PHP-eigenen Treiber gedacht. Microsoft lässt einen zum Glück nicht im Stich und stellt in der MSDN eine API-Referenz bereit: http://msdn.microsoft.com/library/cc296152(v=SQL.90).aspx
Der Wehrmutstropfen dabei ist, dass nicht nur die Befehle anders heißen, als bisher, sondern obendrein auch noch die Parameter geändert wurden. Das bedeutet also viel Spaß beim Anpassen bereits existierender Software.

Dies weckt alte Erinnerungen an die Umstellung von PHP 3 auf PHP 4, als die Servervariablen alle nun unter einem Array erreichbar waren und alle Anwendungen angepasst werden mussten, was wirklich ärgerlich war.
Aber immerhin: Es funktioniert!

Dieser Artikel ist auch im PTS BI Blog veröffentlicht: http://biblog.ptsgroup.de/sql-server/sql-server-treiber-fur-php-unter-windows-richtig-verwenden/

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Dez 01

Vor zwei Wochen hat Microsoft die erste CTP-Version des neuen SQL Servers, der unter dem Coenamen Denali entwickelt wird, veröffentlicht. Die Version wird derzeit auch als SQL Server 2011 gehandelt, zum offiziellen Releasedatum gibt es bisher aber keine genauen Angaben.

Management Studio

Die ersten Unterschiede zum SQL Server 2008 R2 fallen bereits bei  der Installation auf, so wird neben Visual Studio 2008 auch Visual Studio 2010 mitinstalliert. VS 2010 wird allerdings bisher nur für das Management Studio benötigt, welches sich in einem neuen WPF-Kleid präsentiert.

Bereits beim Start wird auf den neuen Motor hingewiesen:

imageimage

Während der Arbeit mit dem neuen Management Studio zeigt sich das gewohnte Verhalten von Visual Studio 2010. Eine neue Optik, angenehmere Schriften, verbessertes Intellisense.

Auffällig ist, dass das Management Studio bei der Verbindung mit der Datenbankinstanz nun auch einen Ordner für die Integration Services zeigt. Ein Klick mit der Rechten Maustaste verrät, dass es möglich ist einen Katalog für SSIS Pakete zu erstellen.
Um einen solchen Katalog erstellen zu können, ist es allerdings notwendig den .Net CLR im SQL Server zu aktivieren. Dies lässt sich mit folgenden T-SQL-Statements schnell bewerkstelligen:

sp_configure 'show advanced options', 1;
GO
RECONFIGURE;
GO
sp_configure 'clr enabled', 1;
GO
RECONFIGURE;
GO

Nun ist es möglich mit einem Assistenten im Ordner Integration Services einen Katalog zu erstellen, welcher offensichtlich das bisherigen Deployment in die msdb ablösen wird. Im SSIS Katalog können Unterordner erstellt werden, welche wiederrum Projekte und Umgebungsparameter beinhalten. Damit räumt Microsoft auf und ermöglicht es mehrere SSIS Projekte auf einem Server abzulegen und sauber zu trennen. Damit hält auch die Möglichkeit Einzug direkt in Visual Studio ein Deployment vorzunehmen, sodass der bisherige Umweg über das Management-Studio bzw. die Deployment-Datei entfällt.

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Integration Services

imageBeim imageEntwickeln eines SSIS Paketes fällt sofort der neue Designer in Visual Studio auf. Neben der neuen Optik und der Möglichkeit die Ansicht zu vergrößern bzw. zu verkleinern wurden die Tasks neu geordnet. Die Kategorien sind jetzt nicht mehr nach Tasktypen sondern nach der Häufigkeit der Benutzung angelegt worden.

Auf der Ebene des Datenflusstasks enthält die Favoritenkategorie nun zwei Assistenten für Datenquellen und Ziele, die es komfortabler, als  bisher, erlauben diese Objekte anzulegen.

Neu im SQL Server Denali sind auch die Dependency Services, welche Data Lineage für SSIS ermöglichen. Um dort einen Einblick zu erhalten müssen diese erst per Kommandozeile aktiviert werden, eine Anleitung gibt es in der MSDN. Nach der Einrichtung ist es möglich einen Extraktion Point zu erstellen, um dann die Metadaten aus den SSIS Paketen auszulesen.

imageEinen Ausblick auf kommende Features zeigt die “Data Correction” Komponente, welche einen Auffordert eine Datenbank auszuwählen, welche für Data Quality Services eingerichtet wurde. Microsoft hat 2008 die Data Quality Services von Zoomix akquiriert und wird diese in Denali nun weiter entwickeln. Diese Funktionalität ist im aktuellen CTP noch nicht implementiert und gibt einen Ausblick auf kommende Funktionen zur Datenqualitätssicherung im SQL Server.  Danach lässt sich mit einem grafischen Designer leicht nach Verfolgen, welche Tabellen und Spalten in welchem Paket wohin verarbeitet werden.

Reporting Services und Analysis Services

In SSRS und SSAS sind noch keine Änderungen im CTP1 enthalten, jedoch sind interessante Neuerungen angekündigt.

Analysis Services soll mit der aus PowerPivot bekannten VertiPaq-Engine ein verbessertes MOLAP erhalten. Sehr spannend wird auch das für Reporting Services laufende Project Crescent, in dem eine neue Silverlight-Oberfläche entwickelt wird, die neue Möglichkeiten eröffnet, wie dynamische Zeitverlaufsdiagramme. Dazu empfiehlt sich ein Präsentationsvideo auf YouTube.

Denali bringt bereits jetzt einige sinnvolle Neuerungen, gespannt Blicken wir nun auf die CTP2 in der die angekündigten Funktionen wahrscheinlich das erste Mal der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werden.

Dieser Post wurde auch im PTS Business Intelligence Blog veröffentlicht

Sep 02

Demnächst geht bei der PTSGroup ein Blog über Business Intelligence an den Start, auf dem ich als Autor mit Tätig sein werde.

Die Artikel werden von hier aus auch verlinkt.

Als kleinen Vorgeschmack: Es wird neben Inhalten aus unseren Projekten auch um die spezielle BI Themen im SQL Server gehen, die unter anderem auch in diesen Büchern behandelt werden:

Gansor, Totok & Stock: Von der Strategie zum Business Intelligence Competency Center (BICC): Konzeption - Betrieb - Praxis

MacLennan, Tang & Crivat: Data Mining with Microsoft SQL Server 2008

Jul 23

Seitdem ich auf meinem Arbeitsnotebook mit Windows Server 2008 R2 und Hyper-V arbeite, konnte ich die Energiesparfunktionen von Windows nicht mehr nutzen.

Ein nützlicher BlogPost von Mark Harrison beinhaltet aber den entscheidenden Trick:

Folgender Registry-Key muss geändert werden, damit der HyperVisor nicht standardmäßig geladen wird.

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\hvboot]"Start"=dword:00000003

Sobald man dann doch eine VM braucht lässt sich mit folgendem Befehl Hyper-V zum Leben erwecken:

net start hvboot

Bis zum nächsten Neustart ist auch dann kein StandBy oder Ruhezustand möglich, aber damit lässt sich leben =)

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Apr 29

In den letzten Tagen habe ich etwas mit SharePoint 2010 gespielt und einen interessanten Fehler festgestellt.

Das Erstellen neuer Projekte auf dem Entwicklungssystem funktionierte unter dem Benutzer, der SharePoint eingerichtet hat, wunderbar, alle anderen bekamen jedoch die folgende Fehlermeldung:

image

 

Die Benutzer wurden alle als Farm-Administratoren eingerichtet, sodass ausreichend Berechtigungen vorhanden sind. Ebenso stimmt die URL und die Seite ist auch in Betrieb.

Legt man das Projekt trotzdem an und versucht dieses zu Erstellen gibt es eine detailliertere Fehlermeldung: “Fehler im Bereitstellungsschritt IIS-Anwendungspool wiederverwenden: Der lokale SharePoint-Server ist nicht verfügbar. Überprüfen Sie, ob der Server ausgeführt wird und mit der SharePoint-Farm verbunden ist.”

So habe ich vermutet, dass ein Fehler in der IIS-Konfiguration liegt, wurde dort aber nicht fündig. Nachdem ich Bing etwas bemüht habe, fand ich den Tipp einen Blick in das SharePoint-Protokoll unter C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\LOGS zu schauen.

Und tatsächlich, dort war folgender Fehler festgehalten:

04/29/2010 14:32:22.15     vssphost4.exe (0x165C)                      0x1780    SharePoint Foundation             Database                          880i    High        System.Data.SqlClient.SqlException: Fehler bei der Anmeldung für den Benutzer 'SPT2010TEST\Administrator'.     bei System.Data.SqlClient.SqlInternalConnection.OnError(SqlException exception, Boolean breakConnection)     bei System.Data.SqlClient.TdsParser.ThrowExceptionAndWarning(TdsParserStateObject stateObj)     bei System.Data.SqlClient.TdsParser.Run(RunBehavior runBehavior, SqlCommand cmdHandler, SqlDataReader dataStream, BulkCopySimpleResultSet bulkCopyHandler, TdsParserStateObject stateObj)     bei System.Data.SqlClient.SqlInternalConnectionTds.CompleteLogin(Boolean enlistOK)     bei System.Data.SqlClient.SqlInternalConnectionTds.AttemptOneLogin(ServerInfo serverInfo, String newPassword, Boolean ignoreSniOpenTimeout, Int64 timerExpire, SqlConnection owningObject)     bei System.Data....    

 

Aha! Fehlende Rechte im SQL-Server sind also das Problem. Wäre sinnvoll, wenn man dies in die Fehlermeldung mit rein schreiben würde ;-)

 

Der Beitrag befindet sich jetzt auch BI Blog unter http://biblog.ptsgroup.de/?p=223

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Apr 28

Ende letzen Jahres habe ich mir einen Home Server zusammengeschaubt. Zuvor fand eine kleine Anforderunsanalyse statt, mit Kriterien, die mein Server erfüllen soll:

  • Große Speicherkapazität aufweisen
  • Von extern aus Zugreifbar sein
  • Daten sollten zusätzlich gesichert werden können
  • Geringer Stromverbrauch
  • Geringe Hardwarekosten

Den Zugriff von extern stellt das Betriebssystem von sich aus sowohl per Remotedesktop, als auch über eine Weboberfläche bereit. Bei der Datensicherung stand ich vor der Wahl das Feature der Ordnerduplizierung von Windows Home Server oder eines externen Sicherungsmediums zu benutzen. Ich habe mich nach etwas überlegen für eine externe Festplatte entschieden, da diese nicht permanent in Betrieb sein muss und somit eine längere Lebensdauer und geringeren Energiebedarf aufweist. Dadurch werden die Daten zwar nicht permanent gesichert, was nicht tragisch ist, da auf dem Server nicht jeden Tag Daten geändert werden.

Die anderen Kriterien decke ich mit folgender Hardware ab:

Hardwarepreis: 400 € (Dezember 2009)

Es gibt durchaus Möglichkeiten sich einen HomeServer deutlich günstiger zusammen zu stellen, von der Kombination erhoffe ich mir einen möglichst geringen Energieverbrauch. Dieser wird später noch gemessen.

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Installation

Vor der Installation habe ich mit dem Windows 7 USB Download Tool einen USB-Stick für die Installation präpariert. Das Booten vom USB-Stick ging ganz einfach: USB-Stick einstecken, Rechner einschalten und warten.

Die Bilder der Installation möchte ich nahezu unkommentiert für sich sprechen lassen. Mich hat gewundert, dass die Installation zwischendurch mit Windows Server 2003 Small Business Server betitelt wurde. Da hat man offenbar Code recycelt :) Zum Schluss wurde die stolze Anzahl von 77 Updates installiert (Stand Dezember 2009).

Jetzt noch Treiber, die Connectoren auf den Clients, fertig! Mit Schraubarbeiten war alles innerhalb von drei Stunden erledigt.

Add-Ins

Um die Funktionalitäten des Windows-Home-Servers zu erweitern existieren eine Vielzahl von Addins. Für meinen Server habe ich als erstes die Plugins RouterControl und LightsOut probiert.

Mit RouterControl ist es möglich Einstellungen im Router auszulesen, zu manipulieren und Statistiken über die Bandbreitennutzung festzuhalten. Leider hat AVM das UPnP-Protokoll nicht vernünftig implementiert, sodass es mit einer aktuellen Fritz!Box 7270 nur zu einer Fehlermeldung kommt.

Das LightsOut-Plugin hingegen hat von vornerein überzeugt. Neben dem Add-In muss auf jeden Client-Computer ein Connector installiert werden. LighsOut versetzt den Server in den Ruhezustand und weckt ihn zu definierten Zeiten auf und auch, wenn ein Client-Computer eingeschaltet wird. Dadurch lassen sich die Stromkosten nochmals erheblich reduzieren.

Stromverbrauch

Und zu guter letzt die Messergebnisse:

Normalbetrieb: 25Wh
Unter Last: 40Wh
Ruhezustand: 1,5Wh

Bei fünf Betriebsstunden am Tag macht dies einen Verbrauch von ca. 180Wh am Tag. Das macht bei meinem aktuellen NaturStrom-Tarif Kosten von 4,32 cent pro Tag bzw. 15,76 € im Jahr. Sogar nur 1/6 so viel, wie die A+-Kühlgefrierkombi in der Küche. Das hat was :)

Wermutstropfen

In den letzten Monaten sind mir beim Betrieb des Homeservers auch mehrere Dinge aufgefallen, die Verbesserungswürdig sind.

Neben dem Problem in dem Add-In Routercontrol ist auch der Login über eine EDGE-Verbindung sehr langsam, da beim Login das komplette Hintergrundbild als Bitmap übertragen wird. Ebenso kann ich die Backup-Esata-Festplatte nicht einfach An- und Ausschalten, sondern muss den Server jedes Mal neustarten.
Hier hoffe ich auf das nächste Release von Windows Home Server. Die derzeit verfügbare Beta unter dem Codenamen “Vail” zeigt, dass es sich um ein Windows Server 2008 R2 basierendes System handeln wird, wo diese Probleme bereits behoben sind.

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